Schönes Wetter + Freier Tag + Andi = Schitour. Dieser einfachen Formel folgend, trafen wir uns am nicht mehr ganz so frühen Morgen auf der Suche nach gutem Schnee. Um die Lawinentotenstatistik nicht unnötig nach oben zu treiben, plante Andi dieses mal eine gemütlichere Tour, mit Hangneigung unter 60 Grad...
Zu meiner großen Freude führte uns unser Weg heute ins Tiroler Unterland, ich war entzückt, beziehungsweise amused, wie die Engländer sagen würden. Auf Grund der erhöhten Lawinengefahr war das heutige Ziel noch nicht ganz klar. Deshalb fand die genaue Tourenplanung auf der Inntalautobahn statt. Da der IG-L Hunderter ein schnelleres Vorankommen sowieso nicht zuließ, hatten wir ja genug Zeit um die Details zu klären. Wir waren hin und hergerissen, entschieden uns aber nach sorgfältigem Studium der Karten und des Tageshoroskops für den Niederjochkogel in der Kelchsau. Nachdem wir den „Langen Graben“, der seinen Namen wirklich verdient, hinter uns ließen und brav die vier Euro Maut abdrückten, erreichten wir den Ausgangspunkt für unsere Tour.
Es war zwar noch knackig kalt, aber da es schon nicht mehr ganz so früh war, kamen wir schon bald in den Genuss der wärmenden Sonne. Wir passierten ein paar Almen und stiegen über meist sanfte Hügel dem Gipfel entgegen, den wir pünktlich zu Mittag erreichten. Trotz des schönen Wetters war nur eine handvoll Leute unterwegs. So konnten wir die Gipfelrast richtig genießen und freuten uns schon auf die bevorstehende Abfahrt. Na ja, was soll ich sagen, weit und breit nur glitzernder Pulverschnee und drei knackige Tiroler mittendrin. Es konnte kaum besser sein. So mancher Freudenschrei schallte durchs Tal und zeugte von dem sportlichen Höhepunkt...
Zur allgemeinen Belustigung und um meine körperliche Flexibilität unter Beweis zu stellen, vollführte ich noch einen gestreckten Salto vorwärts mit präziser Rückenlandung. Die Haltungsnoten waren hervorragend, Mann und Material blieben unverletzt.
Eigentlich war diese unfreiwillige akrobatische Einlage nicht mehr zu toppen, wären da nicht die 3 Komiker aus Füssen gewesen, die uns mit ihrem allradgetriebenen, französischen Schrotthaufen entgegen kamen und wieder einmal den unwiderlegbaren Beweis lieferten, dass ein bisserl Hirn beim Autofahren nicht schaden könnte...
Anschließend, um uns noch ein wenig zu stärken, legten wir einen Einkehrschwung bei einem urigen Gasthaus ein und ließen uns von der reschen Wirtin a gscheite Jausn (eine ordentliche Brotzeit) servieren und reflektierten noch einmal über diese schöne Genusstour...
Wulfgäng, Andi, Toni |