1. Bericht:
Nach langem Warten war es endlich soweit und wir starteten am letzen Freitag pünktlich um 23:00Uhr Richtung Norwegen. Unser erstes Ziel war der Camping Platz Vassbakken am Sogne Fiord. Dort bezogen wir zwei kleine urgemütliche Hütten. Die ersten 3 Tage haben wir an diesem Fjord verbracht. Da der Schnee in dieser Gegend vor unseren Augen davon ran und das Wetter auch nichts anderes als Regen zu bieten hatte führen wir über den Ort Lom zum Geirangerfjord weiter. Am Geirangerfjord trafen wir dann endlich wie vom Wetterbericht prognostiziert besseres Wetter an, sodass wir am folgenden Tag unsere erste Schitour auf einen leider namenlosen Berg starteten. Zuerst marschierten wir mühsam durch einen Gürtel aus Erlen Stauden und anschließend über lange weitgezogene Hänge bis zum Gipfel. Auf Grund des eher düsteren Wetters war die Fernsicht leider etwas eingeschränkt. Trotzdem konnten wir bereits einige schöne mögliche Ziele für ausmachen. Die Abfahrt gestaltete sich dann doch etwas besser als erwartet. Sogar den Staudengürtel im unteren Teil der Tour konnten wir elegant umfahren. Am darauffolgenden Tag haben wir auf Grund der wasserähnlichen Schneeverhältnisse eine sehr schöne Wanderung entlang des Fjords zu einem Aussichtspunkts 500Hm oberhalb des Fjords dem Schitourengehen vorgezogen. Von diesem Aussichtspunkt bot sich eine wunderbare Aussicht auf die gegenüberliegenden Wasserfälle und eine großen Teil des Fjords. Im Anschluss sind wir mit zwei gemieteten Motorbooten ein Stück den Fjord zu vorher gesichteten gewaltigen Wasserfällen gefahren. Auf der Rückfahrt hatten wir noch einiges an Gegenwind, sodass wir gleich gut von den entgegenkommenden Wellen gewaschen wurden. Ein fixer Bestandteil des Nachmittagsprogramms wurde auch nach alter Karwendlertradition das „Watschelen“.
Da das Wetter heute leider nichts Besseres als Regen zu bieten hatte fuhren wir heute nach Aljesund und besichtigten dort das Aquarium und die Stadt. Für die folgenden Tage sollte das Wetter hoffentlich wieder besser werden, sodass sich doch wieder die eine oder andere Schitour ergeben könnte.
Dann bis zum nächsten Live-Bericht aus Norwegen…
2. Bericht:
Nachdem sich das Regenwetter endlich verzogen hatte unternahmen wir gestern eine nette kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt. Von dort bot sich ein herrliches Panorama auf den Fjord und unsere kleinen Hütten. Da das gute Wetter auch am Nachmittag anhielt und die Nacht über ganz aufklarte konnten wir es heute kaum mehr erwarten unsere zweite Schitour in angriff zu nehmen. Dazu fuhren wir auf den Pass oberhalb unserer Hütten und gingen von dort zuerst ein kleines Stück flach bis in den Boden eines Hochtales. Danach bot sich zu unserem Erstaunen ein durchgehender 1000Hm Hang welchen wir in unserem Übereifer gleich hinauf schossen. Vom Gipfel bit sich ein perfektes Panorama auf die fast zur Gänze tiefer liegenden Berge. Die Abfahrt war bei nahezu idealem Firn ein wahrer Höchstgenuss. Nach dieser mehr als gelungenen Schitour ließen wir den Tag mit ein paar Watschele- Partien ausklingen.
3. Bericht:
„Wolkenloses Wetter mit klaren Nächten“ ungefähr so hat es der Wetterbericht vorausgesagt. Und siehe da zumindest gestern Früh war tatsächlich keine Wolke am Himmel. Als wir bei unserem Ausgangspunkt starteten bemerkten wir jedoch bald, dass auch bei sehr klaren eher kälteren Nächten die Schneedecke nicht unbedingt frieren muss. So gingen wir vom Pass Grande saetra zuerst zu einem kleinen zugefrorenen See Namens Grande-vatnet. Von diesem See aus marschierten wir zuerst auf den unbenannten Hügel zu unserer linken Hand und im Folgenden auf den Berg in der Mitte des Tales. Das Panorama war dank des wolkenlosen Wetters nahezu perfekt. Der Schnee bei der darauffolgenden Abfahrt variierte von Harsch, über Firn bis zu grundlosem Sulz. Den Nahmittag ließen wir dann wie üblich bei einer entspannten „Watschele“ Partie ausklingen.
Nachdem unser Tourenhunger noch nicht gestillt war nahmen wir auf Wunsch von Ernst vom Pass aus den Berg Saetertverrfjellet in Angriff. Dazu marschierten wir nach einer Überquerung des Talbaches einen „schön“ kupierten Hang empor bis zu einem kleinen Becken ca. 250Hm unterhalb des Gipfels. Der Schnee in diesem Hang war wiederum sehr interessant da er von „grundlos“ bis ganz oben in extrem hart überging. Ein kleiner Ausrutscher hätte hier eine ziemlich lange ungewollte Talabfahrt zu Folge. Im Weiteren legte sich das Gelände, sodass wir entspannt bis zum sehr flachen Gipfel hinaufstiegen. Nach einer kurzen Gipfelrast gingen wir zur Abfahrt über die sich Gott sei Dank weit aus besser als erwartet gestaltete. Unten angekommen blickten wir nochmals auf die absolvierte Abfahrt zurück bevor wir mit dem Auto zum Fjord in unsere Hütten retour fuhren.
Die Karwendler Norwegenfahrer |