Entweder ist es bereits die senile Bettflucht oder unstillbarer Tatendrang, dass der Wecker schon wieder um 4.00 abgeht. Diesmal hat sich mein Schwager Michael meiner erbarmt und die Federn so früh verlassen.
Aber was ist das !? Die Strassen sind nass und Wolken schieben sich um halb 5 in der Gegend herum. Doch mit einem Meteorologen an der Seite muss man sich hinsichtlich des Wetters keine Sorgen machen. Das letzte Gewitter ist lt. seinen Radarbildern vor 2 Stunden vom Hochkönig abgezogen und es dürfte somit für den vorarbeitlichen Klettersprint passen. Und wirklich, unmittelbar nach dem Pass Lueg sind die Strassen wieder trocken, nur der Hochkönig trägt eine Haube.
Um 20 nach 5 ist es im Wald nun schon wieder ziemlich finster, jaja, die Tage verkürzen sich deutlich, aber durch meine regelmäßigen Werfner-Hüttenbesuche ist der Weg auch in der Finsternis zu finden. Beim Zustieg erwacht der Wald mit jedem Meter und als das Matrashaus bereits in die Sonne kommt ist die Welt wieder in Ordnung.
Noch im Schatten steigen wir in diese leichte Genussroute ein. Eine Platte wechselt die nächste, fast schon zu gute Absicherung, aber für Michael, der nur sehr wenig zum Klettern kommt, eine ideale Tour. Die Schlüsselstelle, ein kurzer Gleichgewichtsaufsteher stellt auch ihn vor keinerlei Probleme und nach 2 Stunden ist das Vergnügen schon wieder vorbei.
Über ein kurzes Gratstück geht’s zum Fieberhornabstieg und kurze Zeit später haben wir den Einstieg wieder erreicht.
Hier startet gerade die nächste Seilschaft in die Tour, allerdings ist bei den hohen Temperaturen der Fun ohne Sun gegeben, was unsere Nachfolger sicherlich merken werden!
Fazit: leichte Klettertour für den Morgen, wohl auch zum Sologehen geeignet.
Walter
Tourendatum: 25.8.2011 |