Gott sei Dank brachte das letzte Schlechtwetter eine Abkühlung und der Sonntag verspricht schönes Wetter.
Die Hochkönigplatten bringen rasch trockene Verhältnisse und so geht es zum Flachfeld. Diesmal müssen wir nicht so früh dran sein, denn im Tagesverlauf wird die Situation am Fels immer günstiger. Also geht sich noch ein Kaffee auf der Mitterfeldalm aus.
Danach schlendern wird in der frischen Spätsommerluft durch die 1. Schneeflecken zum Einstieg. Peter kennt ja praktisch alle Touren in diesem Gebiet und er sucht für mich die „Maiandacht“ von Albert Precht aus.
Am Einstieg ist es noch ein wenig feucht und düster, eine frische Brise weht um die Nase und die Einstiegsseillänge schaut auch nicht wirklich einladend aus. Die Tour wurde von Albert saniert, aber die Bolts machen alles andere als einen Vertrauen erweckenden Eindruck. Tlw. ist der Zement aus den Hakenlöchern heraus geflossen, andere Normalhaken stecken nur zur Hälfte im Hakenloch, wurden aber dafür rundum mit einem Zementgemisch zugeschmiert, dafür stecken jedoch relativ viele solcher Gebilde auf den ersten 50 Metern, allerdings eher ungünstig gesetzt, sodass trotz aller Schlingenverlängerungen ein enormer Seilzug zusammen kommt. Na, wenigsten ist mir nach der 1. SL nicht mehr kalt.
Rasch stürzt sich Peter in die 2. und somit Schlüsselseillänge. Aber die Überraschung ist groß, als nun perfekte Bohrhaken den Weiterweg zieren. Es fand hier also eine Sanierung der Sanierung statt und das ist, bei tlw. auch größeren Abständen, doch sehr beruhigend.
Der Rest entwickelt sich zu einem großartigen Klettergenuss gehobenen Grades und über die Abseilpiste sind wir auch bald wieder bei unseren Rucksäcken.
Beim Abstieg schauen wir öfters zurück und freuen uns über die gelungene Tour, welche natürlich mit einem Nußstangerl auf der Mitterfeldalm gefeiert werden muss.
Wieder einmal wurde uns klar: man muss gar nicht weit fahren, um perfekt zu klettern.
Walter
Tourendatum: 28.08.2011 |