Loferer Alm, Urlkopf, „Solaris“, VII+/ Ao ( VIII+) . „Föhnfische“, VII |
Die Angst vor der Kälte in höheren Regionen lässt uns die Loferer Alm aufsuchen. Super Fels, perfekte Absicherung, sonnig und warm, mit leider kurzem Zustieg, ist für Kletterer ein Paradies.
Wir sind nicht die Einzigen, auch wenn am Beginn der Auffahrt ein Fahrverbotsschild mit dem Hinweis „ Wintersperre“ hängt. Reiner Bluff, die 7 Euro 50 werden vom Automaten anstandslos gefressen und der Schranken gibt bereitwillig die Weiterfahrt frei.
Nach einer halben Stunde geht es auch schon mit 2 x Abseilen zum Wandfuß, doch zur Solaris muss man noch gut 100 Hm in steilen Grasschrofen absteigen und eine Zeit lang in wild romantischer Gegend nach Ost queren. Doch dann findet man ganz unvermutet die Aufschrift „Solaris“.
Peter beginnt und kämpft schon ganz ordentlich mit A….-glatten Platten. Beim Zuschauen sieht immer alles leichter aus, doch auch im Nachstieg habe ich das Gefühl die VII-Stellen nicht zu schaffen. Aber dann läuft alles glatt. Steil, griffig, anstrengend, tlw. gefinkelt zieht der Weg nach oben. Die Schlüsselstelle gelingt leider auch Peter im Nachstieg nicht frei, aber ich erinnere mich an die Worte von unserem Raymund Ruf:“ Für irgend etwas müssen die Haken doch da sein!“
Mit etwas längeren Armen erreichen wir dann nach 3 ½ Std. den Ausstieg und der Rückmarsch zu den Rücksäcken gibt uns die Möglichkeit, den kurzen Zustieg etwas auszuweiten.
Bei den Rucksäcken meint Peter, es sei um Viertel nach Drei noch viel zu früh um den Tag zu beenden, somit geht es erneut die Abseilpiste hinunter. Mein Flehen, die Schwierigkeit nicht zu hoch anzusetzen werden von Peter erhört und so klettern wir die Route „ Föhnfische“.
4 SL zwischen VI und VII mit unglaublich steilem, aber sehr griffigem Fels lassen noch einmal Begeisterung aufkommen und nach einer guten Stunde sind wir schon wieder oben.
Im wunderschönen Abendlicht schlendern wir zum Auto zurück und freuen uns über den noch so schönen Herbsttag.
Walter
Tourendatum: 29.10.2011 |